German 13

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By Otto von Zwiedineck-Südenhorst (auth.)

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Selbst fern von der Wirklichkeit geborene Hypothesen haben für die ;realistische Forschung vielfach heuristischen Wert. Aber es kann damit das Verdienst der historischen Forschung um die Aufhellung ursächlicher Zusammenhänge nicht verkleinert werden. Mit einer dynamischen Untersuchung geschichtlicher Ereignisse (LEXIB) sind Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Staats- und Gesellschaftsordnung einerseits, gesellschaftlichen Wirtschaftsbeziehungen andererseits, zwischen Technik und Wirtschaftsformen gewonnen worden, die auf dem Wege nur spekulativer, von der Empirie abgewandter Forschung nicht zu gewinnen waren.

Liche Mitteldisposition nicht zu denken. Gewiß ist es berechtigt, das Begehren nach Wohlfahrt (Wohlbehagensempfindungen) von dem Begehren nach der Verfügung über Mittel zur Erreichung der Wohlfahrt zu unterscheiden. Nicht das Wohlfahrtsbegehren (Begehren nach Lust und Unlustbeseitigung) ist schon ein wirtschaftliches Bedürfnis, sondern erst das Begehren nach Mitteln zur Befriedigung des Wohlfahrtsbegehrens. (Vgl. H. d. St. II, wo H. ) Soll nun eine Gesellschaft mit ihrer Wirtschaft als Ganzes das höchste Maß von Nutzen ihrer Angehörigen erreichen, so wäre streng genommen erforderlich, daß alle 3* 36 Grundlagen und Aufbau der Volkswirtschaft.

Der Physiker ExNER (vgl. Rektoratsrede, Wien 1908) ausdrücklich behauptet. Der Unterschied zwischen den Gesetzmäßigkeiten in den Naturwissenschaften einerseits, in den "humanistischen" Disziplinen andererseits, sei nur ein quantitativ gradueller, weil die Verläßlichkeit der als Gesetze formulierten Beobachtungen auch in der "willenlosen" Natur nur für die Mallsen besteht, während bei allen einzelnen, sozusagen individuellen Phänomenen auch die naturwissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten nur Wahrscheinlichkeit haben.

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